Im September 2017 begannen nach drei Jahren Vorbereitung die Dreharbeiten zum „Staatsfeind“, in dem ich als Polizist verdächtigt werde, einem Terrornetzwerk anzugehören.

Er wird nicht nur von der Polizei, sondern auch vom MAD (militärischer Abschirmdienst) gejagt. Bis auf seine Ehefrau hält niemand mehr zu ihm. Diesem Druck ausgesetzt, muss er fast auf sich allein gestellt versuchen, seine Unschuld zu beweisen, und gleichzeitig seinen Häschern entfliehen.

Die Geschichte spielt in München und so kam es, dass ich tatsächlich über das Dach des Olympiastadions rennen konnte. Ein grandioser Ausblick auf die Stadt. Außerdem konnte ich mir die Konstruktion des Daches dabei aus nächster Nähe ansehen. Faszinierend, dass es gelungen ist, so viele einzelne Stücke passend zusammenzufügen. Ein bisschen wie beim Film, der auch aus einer Vielzahl von Einzelteilen entsteht.

Für mich war es der körperlich forderndste Film, den ich bis dahin gedreht hatte, denn ich musste ständig rennen, klettern und schließlich in die recht kalte Isar eintauchen. Das ganze war aber äußerst belebend, denn die Geschichte war gut und das Team eine großartige Truppe. So ist unter der Regie von Felix Herzogenrath ein spannender Thriller entstanden, der zu meinen absoluten Lieblingsfilmen gehört.

Nachdem er im Fernsehen ausgestrahlt wurde, habe ich tags darauf Sperrmüll zum Entsorgungshof gebracht und wurde gleich mehrfach von den Leuten dort angesprochen. Sehr schön, wenn man einen Film so gerne dreht, so tolle Kollegen dabei hat und das Publikum begeistern kann.

Danke an alle, die diesen Film möglich gemacht haben und dabei waren.