Im Herbst reiste ich nach Nordirland, um einen Film zu drehen, in dem ich die Rolle eines Kapitäns übernahm. Die Dreharbeiten fanden auch auf See statt, wo das Schiff kräftig von den Wellen geschaukelt wurde. Diese frische Meeresluft und meine Rolle hatten eine positive Wirkung auf mich – glücklicherweise blieb ich von Seekrankheit verschont. Besonders beeindruckend waren meine nordirischen Kollegen: In einem Pub konnten sie spontan einen Monolog aus Macbeth vortragen.

Natürlich nutzte ich die Gelegenheit, um mich mit den Einheimischen über „The Troubles“ zu unterhalten. Mich interessierte, inwieweit der Konflikt in Nordirland heute noch spürbar ist. In einigen Stadtteilen von Belfast sind immer noch hohe Mauern und Stacheldraht zu finden, und man muss nicht lange danach suchen.

Trotzdem empfand ich Nordirland als ein faszinierendes Land, geprägt von herzlichen Menschen und einem sehr robusten Humor, der mich genauso erfrischte wie das Wetter.

 

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